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Donnerstag, 30. Dezember 2004

Die Grampians

Von Warrnambol fuehrte eine unspektakulaere Strecke nach Great Western, wo wir bei der Seppelts Great Western Winery einen Halt machten. Dieses Weingut ist beruehmt fuer seine Schaumweine. Einen kleinen Sekt haben wir gleich mitgenommen fuer den Neujahrsabend. Gleich bei der Winery fand eine Jazzveranstaltung statt. Von weitem hoerte man die Jazzband musizieren und die meist aelteren Gaeste standen Schlange beim Barbeque.
Auf den Graffiti Rock waren wir gespannt. Die Beschreibung klang nach uralten Wandmalereien der Aborigine. Wir waren leicht erstaunt, haessliche Graffiti auf einem grossen Stein vorzufinden. Erstaunlich, was man heute alles macht, um Touristen zu koedern.
Am fruehen Nachmittag kamen wir in den Grampians an. Nachdem wir das Hotel bezogen und dem Visitor Center einen Besuch abgestattet hatten, fuhren wir in Richtung MacKenzie Falls. Diese Wasserfaelle waren in den Schlagzeilen, weil hier am Weihnachtstag 3 Personen ertrunken sind.
Bevor wir zu den Wasserfaellen kamen machten wir einen kleinen Abstecher zum Baroka Outlook, der einen guten Blick auf die weite Ebene Victorias bot. Wir machten uns auf einen laengeren und schwierigen Fussmarsch zu den MacKenzie Falls gefasst - zumindest gemaess Beschreibung. Das Ganze ist jedoch fuer geuebte Alpenlaendler kein Problem (piece of cake). Ueberraschend schnell waren wir am Fuss der Wasserfaelle, welche mit zu den schoensten gehoeren, die wir bis jetzt gesehen haben. Der Aufstieg war so anstrengend (100 Hoehenmeter), dass wir uns zur Belohnung ein Glace gegoennt haben.
...
Am naechsten Morgen wurden wir durch den Laerm der Kakadus geweckt. Und endlich, seit rund 2 Wochen der erste Tag, an dem beim schon beim Aufstehen die Sonne scheint. Den Morgen verbrachten wir auch heute nochmals in den Grampians mit 2 kurzen Wanderungen. Die erste fuehrte uns zu den Balconies - einer weiteren Aussichtsplattform in diesem Nationalpark. Nach einem gemuetlichen Picknick zum Mittag hiess es Abschied nehmen von den Grampians. Auf gut ausgebauten Ueberlandstrassen kaempften wir uns km um km ins Hinterland. Erst hier begreifft man die Groesse dieses Landes. Jedes einzelne Haus alle paar km ist eine Abwechslung. Nur die Windhosen, die regelmaessig den Staub von den Feldern aufwirbeln, bringen Abwechslung in die Szenerie. Ausser einem kurzen Kaffeestopp im Niemandsland fuhren wir direkt nach Swan Hill zum Hotel. Nach langem war wieder mal Zeit und Temparatur fuer eine Runde im Pool und das Lesen eines Buches.
Was die Zubereitung von Mahlzeiten anbelangt, ist hier Innovation gefragt. Die Wienerli fuer heute abend haben wir im Wasserkocher gewaermt und erst vor kurzem hat Roger das Brot mit dem Buegeleisen getoastet. Dauert etwas, aber funktioniert!

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